Im Wiener Kunsthistorischen Museum hängt ein berühmtes Bild von Pieter Brueghel. Darin hat der Maler 168 Jungen und 78 Mädchen gemalt, die in Säcken hüpfen, mit Kreiseln spielen oder Fässer rollen. Diesem Gemälde entlehnt sind die Schaukel und die Drehtonne in der Spiellandschaft.
Sein vornehmes gelbes Haus ist im Schlosspark als Spielhaus wieder auferstanden. Landschaftsarchitekt Matthias Franke hat die Gerätschaften zur Landesgartenschau entworfen. Er hat seinen Kletterbaum „Op de boom“ (Auf dem Baum) genannt, und die Mädchenfiguren auf den Drehscheiben entsprechen den spielenden Kinder in Brueghels Bild. Sie heißen „Danse Deerns“ – Tanzende Mädchen. Schön ist auch der sehr flache Teich, der besonders bei den ganz Kleinen beliebt ist. Und wem es zu heiß wird in der Sonne, der findet unter den aufgespannten Segeln Schatten für eine verdiente Ruhepause.
Bewacht wird die Spiellandschaft von einer Zwergensippe. Sie ähnelt so gar nicht den üblichen Gartenzwergen. Vielmehr schauen sie ein wenig missmutig, misstrauisch, sind kauzig und verstiegen. Aber es sind ja auch keine üblichen Gartenzwerge, sondern Schöpfungen des Malers und Bildhauers Kurt Mühlenhaupt, der nach langen Jahren in Berlin seine Liebe für die brandenburgische Landschaft entdeckte und lange im nahen Bergsdorf lebte. Jeder Zwerg ist einzigartig und einem seiner Bekannten oder Freunde nachempfunden.