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Veranstaltungen 2017


Den Oranienburger Veranstaltungskalender für das erste Halbjahr 2017 – inklusive einer Vorschau auf die Höhepunkte im zweiten Halbjahr 2017 – können Sie hier herunterladen.

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»Mit Kindern unterwegs in Oranienburg«


28-seitige Broschüre mit Tipps für Ausflüge mit Kindern - inklusive Stadt- und Schlosspark-Plan! Kostenlos in der Tourist-Info und der Schlosspark-Kasse erhältlich.

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Ein holländischer Garten in Brandenburg

Die Geschichte des Oranienburger Schlossparks ist eng mit der des Schlosses verbunden. Im Jahre 1650 erhielt Louise Henriette von Oranien Schloss und Amt Bötzow als Geschenk auf Lebenszeit.

Louises Oranienburg, wie das Wasserschloss fortan hieß, war ein Bau reinster holländischer Prägung.

Nach den Wünschen der Kurfürstin sollte auch der angrenzende Lustgarten so holländisch wie möglich gestaltet werden. So wurden Bäume, insbesondere Obstbäume, aus den Niederlanden importiert.

Im Blumengarten stand ein Lusthaus mit Grotten. In den neu angelegten Gräben schwammen Schwäne und Karpfen. Außer dem Lust- und Küchengarten entstand auch ein Tiergarten.

Verschönerungen unter Kurfürst Friedrich III. / König Friedrich I.

Nach dem Tod des „Großen Kurfürsten“ 1688 wurde dessen Sohn als Friedrich III. Nachfolger. Später krönte er sich zum ersten König in Preußen.

Er ließ die Grenze des Gartens verlegen. Aus dieser Zeit stammt das von Eosander von Göthe entworfene Schlossparkportal.

Der Park war berühmt für seine Fontänen, Statuen, die herrliche Bepflanzung, den Fasanengarten, die Menagerie sowie einen großen und einen kleinen Tiergarten. Nach dem Vorbild von Versailles bot der Park Friedrichs auch den Rahmen für glanzvolle Feste.

Verfall und Vernachlässigung

Der so genannte Soldatenkönig Friedrich Wilhelm war wegen der Verschwendungssucht seines Vaters zu äußerster Sparsamkeit genötigt. So entließ er Baumeister und Künstler und verkaufte Teile der Porzellansammlung (Dragonervasen).

Er ließ die marode Orangerie seines Vaters abreißen, die Wasserleitungen entfernen und in Stettin verlegen und reduzierte die Ausgaben für die Erhaltung des Schlossparks auf ein Minimum.

Romantik im Rokoko

Eine nochmalige Blüte erlebte der Park, als Prinz August Wilhelm Schloss und Lustgarten von seinem Bruder Friedrich II. als Geschenk zur Hochzeit erhielt.

Die seit 1713 nicht geschnittenen Buchenhecken waren zu dichten Alleen emporgewachsen. Dennoch gab es kaum Veränderungen im Vergleich zur Gartengestaltung des Großvaters.

Der Prinz von Preußen bemühte sich, der Verwilderung Einhalt zu gebieten. Außerdem ließ er die heute noch existierende Orangerie sowie eine Grotte im Stil der frühen Ruinenromantik errichten.

Mit dem Tod des Prinzen im Jahre 1758 endet die glanzvolle Zeit des Oranienburger Lustgartens.

Abgesang und Umgestaltung

Obwohl der Hofgärtner Johann Heinrich Bartsch, der sich das Wohlwollen der Garteninspektion durch die Ananaszucht erwarb, bis zu seinem Tode 1801 in Oranienburg wirkte, verkam der Garten immer mehr. Die Pflanzen litten unter Wildverbiss, die Brücken verfielen und die Gräben füllten sich nicht mehr.

So wurde unter der Regentschaft Friedrich Wilhelms III. der Schlosskomplex verkauft, später ein Lehrerseminar eingerichtet, der Park weiter verwüstet.

Nach Planungen des Hofgartendirektors Johann Bernhard Ferdinand Jühlke fand um 1878 eine Neugestaltung des Parks statt, die die historischen Bereiche zu einer Art Landschaftspark nach englischem Vorbild verbinden sollte.

Zerstörung und neue Chance

Der Schlosspark wurde während und nach dem Zweiten Weltkrieg in Mitleidenschaft gezogen. Der Teich wurde mit Schutt aufgefüllt und ein Teil des Parks für die militärische Nutzung abgetrennt.

Erst in den 1980er-Jahren erfolgte eine gartendenkmal-pflegerische Restaurierung, mit der versucht wurde, die Pläne Jühlkes weitgehend umzusetzen. Dieser Bestand hat sich bis in unsere Tage erhalten und war Ausgangspunkt für die Planungen im Rahmen der Landesgartenschau 2009.

Der Schlossteich befindet sich wieder an historischer Stelle und erhielt eine Fontäne. Heute noch zu erkennen sind die barocken Strukturen der Boskette, die alten Alleen und die versandeten Gräben.

Von der Brachfläche zum Familienpark

Zu einem beliebten Aufenthaltsort für Familien wurde der aus einer Brache geschaffene neue Parkteil, der an eine Polderlandschaft erinnert.

Liebevoll bepflanzte Gartenzimmer erfreuen das Auge ebenso wie die Wasserläufe mit ihrem Besatz an verschiedenfarbigen Seerosen und einer Vielzahl von Fischen.

Familien mit Kindern sind vor allem von der Wasser-spiellandschaft und dem wie aus einem Märchenbuch gepurzelten Spielehaus begeistert. Eine Minigolfanlage, ein Bouleplatz und zahlreiche Fitnessgeräte laden zu sportlicher Betätigung ein.

In einer der ehemaligen Panzerhallen werden empfindliche Kübelpflanzen überwintert. In der Sommersaison finden die Besucher hier ein ansprechendes gastronomisches Angebot und weitere Spielmöglichkeiten.

Seit 2013 erlaubt ein Hochsitz den Blick über die blühenden Gartenbereiche. In der ebenfalls im Jahr 2013 eröffneten Schlosspark-Bibliothek stehen zahlreiche Bücher zur kostenlosen Ausleihe bereit – für den Lesepaß in der Natur.

Ein Kräutergarten mit Anregungen für Hobbygärtner und –köche ist 2015 im Gartenzimmer "Geschick" entstanden.

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