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Ausstellung in der Tourist-Information

1. August bis 31. Oktober 2016

Bilder vom großen Festumzug zur 800-Jahr-Feier

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»Veranstaltungen im Festjahr«


Den Oranienburger Veranstaltungskalender für das zweite Halbjahr 2016 – inklusive einer Vorschauf auf die Höhepunkte im ersten Halbjahr 2017 – können Sie hier herunterladen.

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NEU: "Mit Kindern unterwegs in Oranienburg"


28-seitige Broschüre mit Tipps für Ausflüge mit Kindern - inklusive Stadt- und Schlosspark-Plan! Kostenlos in der Tourist-Info und der Schlosspark-Kasse erhältlich.

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Ambttbuch des Hauses Bötzow 1573 Deckblatt

Ambttbuch des Hauses Bötzow 1573 Deckblatt

Urkunde Bürgerrechte

Urkunde Bürgerrechte

Kurfürst Joachim II

Kurfürst Joachim II

Schlossgarten um 1650

Schlossgarten um 1650

Oranienburg Schenk, um 1700

Oranienburg Schenk, um 1700

Waisenhaus um 1865

Waisenhaus um 1865

Heinkel, Werkshalle

Heinkel, Werkshalle

Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

Schloss

Schloss

Schlosspark 2009

Schlosspark 2009

Der Fisch und die Eiche im Wappen der Stadt symbolisieren Privilegien der Bürger von Bötzow / Oranienburg. Oranienburg ist heute Kreisstadt des Landkreises Oberhavel und liegt an der nördlichen Stadtgrenze der Bundeshauptstadt Berlin. Ca. 35 km sind es bis Berlin-Mitte. In Oranienburg leben ca. 43.000 Einwohner.
 
Zum Herunterladen:
- Stadtchronik von 1216 bis 2009

13. Jahrhundert

Der Ursprung Oranienburgs liegt in der Mitte des 13. Jahrhunderts. Die Stadt Oranienburg, die ursprünglich Bötzow hieß, wurde 1216 erstmals urkundlich erwähnt.

Albrecht der Bär, Markgraf von Salzwedel, und seine Nachfolger kolonisierten die noch heidnisch-slawischen Gebiete jenseits der Elbe. Er dehnte seine Herrschaft in das Gebiet der Länder Teltow und Barnim aus und errichtete eine Anzahl von Burgen an den Grenzen und strategisch wichtigen Punkten, vermutlich auch die Wasserburg "Bothzowe" an der Havel, aus der die Stadt Oranienburg entstand. Südlich der Burg entstand eine Ansiedlung von Handwerkern und Kaufleuten.

Bötzow wurde 1483 Amtssitz. Es entwickelten sich mittelalterliche Stadtwirtschaften, beherrscht von Gilde und Zunft.

16. Jahrhundert

Unter Kurfürst Joachim II. wurde 1541 die Reformation eingeführt. Um 1550 ließ er die alte Burg Bötzow abreißen, um an gleicher Stelle ein Jagdschloss zu errichten.

Gleichzeitig bestätigte er den Bürgern ihre alten Privilegien, die ihren Ausdruck im ursprünglichen Stadtwappen fanden. Es zeigte einen Einbaum auf grünem Rasen, rechts davon (heraldisch bzw. wappenkundlich gesehen) einen Fisch, links sieben Rohrkolben. Dieses Wappen verkörperte die Rechte der Bötzower Bürgerschaft: freies Holz zum Bauen und Brennen sowie freie Mast und Weide der Haustiere in der kurfürstlichen Heide, freie Fischerei auf der Havel und freie Rohrnutzung für das Decken der Dächer. Im Laufe der Zeit wurde das Wappen mehrfach verändert und erhielt schließlich sein heutiges Aussehen im 20. Jahrhundert.

Während des Dreißigjährigen Krieges plünderten Kriegshorden die Stadt. Brände vernichteten Häuser und Scheunen. Von dem Wüten einer verheerenden Pest wird berichtet.

17. Jahrhundert

Am 07. Dezember 1646 heiratete der große Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg die Prinzessin Louise-Henriette von Oranien-Nassau. Sie war zu dieser Zeit gerade 19 Jahre jung (geb. 17.11.1627).

Auf einem Jagdausflug mit ihrem Gemahl lernte Louise-Henriette die Gegend von Bötzow kennen und fand Gefallen an der wasser- und wiesenreichen Landschaft, weil sie sie sehr an ihre holländische Heimat erinnerte. Der große Kurfürst schenkte ihr daraufhin am 27. September 1650 Bötzow mit allen zugehörigen Dörfern auf Lebenszeit.

Anstelle eines alten kurfürstlichen Jagdschlosses ließ sie einen Schlossneubau im holländischen Stil errichten, der 1652 den Namen "Oranienburg" erhielt. Mit der Übertragung des Amtes Bötzow an die Kurfürstin Louise-Henriette setzte für den Ort eine entscheidende Wende ein. 1653 wurde der Name in das Stadtsiegel aufgenommen, womit die Stadt ihren heutigen Namen erhalten hatte.

Louise gebar sechs Kinder, darunter ein Zwillingspaar, fünf Kinder starben in jungen Jahren. Viel Leid und Kummer zerrten auch am Gesundheitszustand von Louise-Henriette, sie starb im Alter von nur 39 Jahren, am 18.06.1667, in Berlin.

Mit der Errichtung des Schlosses durch Louise-Henriette von Oranien unmittelbar nach dem Ende des verheerenden 30-jährigen Krieges, setzte sie ein Zeichen der Hoffnung für die wenigen Menschen, die völlig verarmt, das Inferno des Krieges überlebt hatten.

Die Kurfürstin holte Siedler aus den Niederlanden und aus anderen europäischen Ländern, um Musterwirtschaften, Molkereien und soziale Einrichtungen zu schaffen wie das erste Waisenhaus der Mark Brandenburg, das heute wieder liebevoll restauriert in Oranienburg zu besichtigen ist.

Der Sohn Kurfürst Friedrich III, seit 1701 auch König Friedrich I, zeigte eine besondere Vorliebe für Oranienburg. Er ließ das Schloss seiner Mutter prunkvoll umbauen und mit lateinischer Inschrift versehen, die auf Deutsch lautet:
"Dieses, von Louise der Prinzessin von Oranien, der besten Mutter, erbaute und durch den Namen ihres Geschlechts ausgezeichnete Schloss hatte der Kurfürst Friedrich der III. zum Gedenken der sehr frommen Mutter erweitert, geschmückt, vermehrt 1690". In Oranienburg entstand damit das erste barocke Lustschloss der Mark Brandenburg.

19. Jahrhundert

Nach den Freiheitskriegen entwickelte sich Handel, Verkehr und Industrie in recht erfreulicher Weise. Straßen, Wasserwege und Eisenbahnstrecken wurden angelegt. Am 10. Juli 1877 lief der erste fahrplanmäßige Zug der Nordbahn Berlin - Stralsund in den Bahnhof von Oranienburg ein. Der Anschluss an das Berliner Eisenbahnnetz war damit hergestellt. Von großer Bedeutung war in diesem Zusammenhang auch die Einführung des Vorortverkehrs Berlin-Oranienburg im Jahre 1891. Mit der verkehrlichen Entwicklung einher ging die Industrialisierung.

Der Chemiker Prof. Dr. Friedlieb Ferdinand Runge hatte 1833 in Oranienburg seine bedeutendsten Entdeckungen gemacht: das Anilin und die Karbolsäure im Steinkohlenteer. Seine Fabrik war ein bedeutender Betrieb, nicht nur im damaligen Deutschland, sondern in ganz Europa.

Daneben entwickelten sich in Oranienburg Betriebe der Metall- und Holzverarbeitung sowie des Maschinenbaues. Die Industrialisierung war mit einem sprunghaften Anstieg der Bevölkerungszahlen verbunden. Nach dem 30-jährigen Krieg hatte Oranienburg lediglich ca. 200 Einwohner, im Jahr 1900 betrug die Anzahl der Einwohner ca. 8.000.

20. Jahrhundert

Anfang des 20. Jahrhunderts hatte sich Oranienburg zu einer prosperierenden Industrie- und Villenstadt entwickelt. Die naturreiche Landschaft, zum Beispiel rund um den Lehnitzsee, wurde eine beliebte Sommerfrische für die Berliner Stadtbevölkerung. Diverse Ausflugslokale, Seeterrassen und ein reger Touristenschiffsverkehr belebten den Ort zu dieser Zeit und ließen ihn den Geist der "goldenen Zwanziger" atmen.
 
Doch in den 30er Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts folgte der tiefe Fall der Stadt, verbunden mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten. Mitten im Zentrum Oranienburgs wurde eines der ersten Konzentrationslager Deutschlands angelegt. 1935 errichtete das faschistische Regime das KZ Sachsenhausen als Muster- und Ausbildungslager. Auch die zentrale "Inspektion der Konzentrationslager" (IKL) im Reich hatte ihren Sitz von 1938 bis 1945 in Oranienburg. In den Konzentrationslagern waren insgesamt mehr als 200.000 Menschen inhaftiert und Zehntausende, wie der bekannte Dichter Erich Mühsam, wurden ermordet.
 
Von 1945-1950 wurde das Gelände des KZ Sachsenhausen als sowjetisches Speziallager zur Inhaftierung von Naziverbrechern genutzt, aber auch viele unschuldige Menschen wurden dort Opfer stalinistischer Willkür. Unter den 12.000 Opfern des Speziallagers war auch der berühmte Schauspieler Heinrich George. Während der DDR-Zeit wurde das Gelände des KZ Sachsenhausen im Jahr 1961 zur nationalen Mahn- und Gedenkstätte.

Nach dem Zusammenbruch der DDR wurden die Gedenkstätte und das Museum Sachsenhausen Teil einer von Bund und Land gemeinsam finanzierten Stiftung Brandenburgischer Gedenkstätten. Die historischen Gebäude und Relikte des Lagers sind heute "Garanten der Erinnerung".

Seine Funktion als Sitz von chemischer Industrie und Rüstungsbetrieben wurde Oranienburg zum Ende des Zweiten Weltkriegs zum Verhängnis. Sie machten die Stadt zu einem vorrangigen Ziel der Luftangriffe der Alliierten. Große Teile der Stadt wurden durch Bombenschäden zerstört. Die unzähligen Bomben stellen noch heute ein großes Problem für die Stadtentwicklung dar.
 
In direkter Nähe zum Westberliner Stadtteil Reinickendorf lag Oranienburg während der Zeit der DDR im Schatten der Berliner Mauer. Nach dem Fall der Mauer 1989 wurde diese durchbrochene Metropolen-Umland-Beziehung zu Berlin wieder hergestellt. Durch eine optimale Anbindung mittels Bahn und Straße profitiert Oranienburg heute wieder sehr von der Nähe zu Berlin, der pulsierenden Hauptstadt.
 
Die Stadt selbst hat ebenfalls enorme Anstrengungen unternommen, um das durch den Zweiten Weltkrieg und die Vernachlässigung in der DDR zerstörte Antlitz wieder aufzupolieren.

Heute ist die öffentliche Infrastruktur modernisiert und die Stadtsanierung schreitet zügig voran. Sichtbarstes Beispiel ist die Rekonstruktion des Schlossumfeldes, die Neuanlage des Schlosshafens sowie die Neugestaltung des Schlossparks in Rahmen der Landesgartenschau 2009.

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