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Übernachten in Oranienburg und Umgebung


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Marina und Robert Kühnke am heimischen Küchentisch

Auf jeden Fall zum Festumzug

Familie Kühnke aus Oranienburg ist viel unterwegs in ihrer Stadt

Familie Kühnke wohnt idyllisch, im Grünen, Am Wolfsbusch. Sie alle leben sehr gern in Oranienburg. "Absolut. Es ist Wahnsinn – diese positive Entwicklung", schwärmt Marina Kühnke. Am Küchentisch, bei türkischem Kaffee, erzählen sie und ihr Mann Detlef ihre Oranienburg-Geschichte. Sohn Robert kommentiert auf seine Weise.

35 Jahre sind Kühnkes verheiratet, beide 56 Jahre alt. Er ist gebürtiger Oranienburger, sie in Kyritz zur Welt gekommen. Robert lacht laut auf – die Erinnerungen der Eltern amüsieren den 33-Jährigen. Zum Beispiel an die Nachtspaziergänge mit ihm als Baby über den Louise-Henriette-Steg Anfang der 1980er. In der kleinen Wohnung unterm Dach in der heutigen Lehnitzstraße seien sie im Sommer vor Hitze fast umgekommen.

Es folgten mehrere Bleiben in Oranienburg, bis Mitte der 1990er „was Eigenes“ her sollte. Die Familie baut in Nassenheide und zieht 1999 ein. Robert ist mittlerweile Auszubildender bei der Deutschen Bahn in Münster. 2005 dann dort der schwere Motorradunfall auf einer Landstraße. Massives Schädel-Hirn-Trauma, Hirnblutung. Sechs Tage ist nicht klar, ob Robert es schafft. Unerträglich sei die Zeit gewesen, bis der Spezialist vor Ort entschieden hat, die Blutung im Gehirn entfernen zu können.
Die Operation gelingt. Sieben Monate (künstliches) Koma folgen. Wieder zurück im Leben, muss Robert quasi alles neu erlernen. Der Unfall hat sein linkes Knie stark lädiert, rechtseitig ist er zunächst gelähmt. Er kann nicht sprechen. Von Anfang an bekommt Robert jede – nicht zuletzt auch finanziell – mögliche Therapie. Jede Woche geht es seit sechs Jahren zum therapeutischen Reiten nach Grüneberg. In zehn Jahren hat Robert viel erreicht. Wesentlich mehr, als viele vorausgesagt hätten. Hilfe benötigt er dennoch rund um die Uhr. Diesen Vollzeitjob macht seine Mutter. „Ein Heim wäre überhaupt nicht in Frage gekommen.“

Das Haus in Nassenheide ist zu klein und zu eng für die neue Situation. Lange Zeit sucht die Familie nach einem geeigneten Grundstück, um barrierefrei bauen zu können. Seit 2009 haben Kühnkes nun ein „Mehrgenerationenhaus“. Robert hat seinen eigenen Wohnbereich, Detlef Kühnkes Mutter ebenfalls. Und Marinas Mutter ist seit einem Jahr ebenfalls Oranienburgerin. Alle in einer Stadt.
Und in der sind sie viel unterwegs. Machen beim Frühjahrsputz mit, gehen zum Orangefest. Den Festumzug zur 800-Jahr-Feier wollen sie sich nicht entgehen lassen.

Robert unternimmt auch allein einiges. Fährt zu Konzerten im Oranienwerk. Mit seinem elektrischen Rollstuhl ist er schnell in der Natur. Und wenn er mit seinem Handy Probleme hat, dann fährt er zum Telekommunikationsshop. Robert kommt gut zurecht in Oranienburg, übersetzt Marina Kühnke das Nicken ihres Sohnes. Viele Menschen kennen ihn. Er gehört dazu.

Robert lächelt. Offenbar komplett einverstanden. Seinen Sprachcomputer benutzt er heute nicht. Ihn zu verstehen ist zunächst schwierig, es dauert eine Weile, sich hineinzuhören in seine spezielle Art des Sprechens. Seine Eltern haben darin Übung. Und Marina Kühnke weiß, dass der Verzicht auf die technische Hilfe „ein gutes Sprachtraining“ ist. Stimmt, gibt ihr Sohn zu verstehen.

Sein größter Wunsch? Irgendwann wieder laufen zu können. Seine Mutter seufzt. Viel Hoffnung habe
man ihnen nicht gemacht. Das heißt aber, es gibt welche? Robert nickt, lächelnd, siegessicher. Frohsinn strahlt er aus, dieser junge Mann. Kurz vor seinem Unfall war er noch Fallschirmspringen in den USA. Das Video hat er im Krankenhaus vor zehn Jahren allen gezeigt. Dennoch – kein Hadern mit dem Schicksal. Alle sind sich einig: „Wir machen das Beste aus jedem Tag, auch wenn es oft schwer ist.“

Wir feiern unsere Stadt! – Plakatkampagne zur 800-Jahr-Feier

Gesichter unserer Stadt: Familie Kühnke gehört zu den sechs ausgewählten Oranienburger Familien, die alsbald vor der großen Festwoche auf prominenten Werbeflächen in der Stadt zu sehen sind. Gemeinsam wollen sie zeigen, wie viele verschiedene Gesichter Oranienburg mit seinen Ortsteilen hat – und was unsere Stadt an der Havel so besonders macht.

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