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Übernachten in Oranienburg und Umgebung


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Angekommen am Lehnitzsee

Nina und Dr. Belay Tilahun haben lange in Berlin-Neukölln gelebt, bis sie mit ihren Kindern in den Oranienburger Ortsteil Lehnitz gezogen sind – und heute ganz selbstverständlich in die Stadtgemeinschaft integriert sind.

Das helle, freundliche Haus liegt mitten im Grünen, nahe dem Lehnitzsee. Große Fenster erlauben den Blick in einen grünen Garten, auf dem Boden dunkelbraunes Holz. Seit 14 Jahren wohnt hier Familie Tilahun, die drei Kinder besuchten (und besuchen) die örtlichen Schulen. „Ein Kollege und Freund lebte schon hier. Als wir bei ihm zu Gast waren, haben uns direkt in den Ortsteil verliebt“, berichtet Bela Tilahun. Kurze Zeit später zogen auch sie nach Lehnitz – und arbeiteten lange Jahre weiter in Berlin. Was das bedeutet, wissen sehr viele Oranienburgerinnen und Oranienburger aus eigener Erfahrung: anstrengendes, stundenlanges Pendeln. Damit ist heute Schluss, denn seit einigen Jahren spielt sich nun auch ihr berufliches Leben in der Kreisstadt ab. Nina Tilahun arbeitet als Erzieherin in der Kita „Leuchtturm“, Bela Tilahun als Oberarzt der Gefäßchirurgie in der Oranienburger Klinik. 

Für Bela Tilahun war der Umzug nach Lehnitz bereits der zweite große Neuanfang in seinem Leben. Geboren wurde er in Addis Abeba, Äthiopien. Vor 27 Jahren kam er für das Medizinstudium nach Leipzig. Vermisst er seine alte Heimat? „Nein. In Deutschland habe ich mich schnell zu Hause gefühlt, denn die deutsche Mentalität passt gut zu mir. Das Genaue, Korrekte, die Pünktlichkeit“, sagt der Gefäßchirurg und schmunzelt. Diese angeblich urdeutschen Eigenschaften benötigt er täglich in seinem Beruf. Seit 15 Jahren besitzt er die deutsche Staatsbürgerschaft. 

Seine Frau Nina traf er 1992 bei einem Musik-Festival. Schnell stellen sie fest, dass sie auf einer Wellenlänge liegen, auch der christliche Glaube verbindet sie: Beide sind heute aktive Mitlieder der Kirchengemeinde und ehrenamtlich tätig. Über die Kinder entstand auch bald Kontakt im Ort, besonders Nina Tilahun ist gut vernetzt. Die Familie hat ihren ganz eigenen Weg gefunden, die unterschiedliche Herkunft der Eltern zusammenzubringen, zum Beispiel beim Essen: „Wir kochen weder richtig deutsch, noch afrikanisch, dafür lieben wir die mediterrane Küche“, verrät Nina Tilahun. Wie selbstverständlich bewegen sich auch die Kinder in den verschiedenen Welten. Das einzig wirklich Schwierige für das Paar war das Heiraten im Jahr 1999. „Das Einwanderungsrecht war zu dem Zeitpunkt so kompliziert“, berichtet Nina Tilahun. Sie haben schließlich in Dänemark die Ehe geschlossen und sie hier anerkennen lassen. 

Eine Frage an den Oranienburger Arzt muss noch gestellt werden: Ist ihm in Oranienburg schon Rassismus begegnet? Bela Tilahun winkt freundlich ab. „Nein“, sagt er kurz und frei raus. Seine Körpersprache ließe sich deuten mit „Ja, aber das spielt für mich keine Rolle.“ Seine Frau blickt ihn an, als fielen ihr sofort Beispiele ein, über die sie sich noch heute ärgert. Sie sagt nichts. Wahrscheinlich, weil sie selbst viele Menschen in der Stadt persönlich kennt, für die die Hautfarbe eines Menschen absolut keine Rolle spielt. Für die einfach nur der Mensch zählt. Und nur das ist wichtig.

Wir feiern unsere Stadt! – Plakatkampagne zur 800-Jahr-Feier

Gesichter unserer Stadt: Familie Tilahun gehört zu den sechs ausgewählten Oranienburger Familien, die alsbald vor der großen Festwoche auf prominenten Werbeflächen in der Stadt zu sehen sind. Gemeinsam wollen sie zeigen, wie viele verschiedene Gesichter Oranienburg mit seinen Ortsteilen hat – und was unsere Stadt an der Havel so besonders macht.

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