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Ein Bagger lud die schweren Steine am Eingang des Grünen Klassenzimmers ab.

Geologin Reikja Priemuth kennt sich mit Gesteinen aus. Große Kristalle zeigen etwa, dass das Magma langsam abgekühlt ist.

Granit und Co.: Reikja Priemuth, Hans-Joachim Winzler und Antje Schwabe (von links) mit drei der insgesamt zehn Findlinge, die aus Falkenthal in den Schlosspark gezogen sind.

Zehn dicke Brocken sind vor kurzem in das Grüne Klassenzimmer des Schlossparks eingezogen. Für manche mögen es nur große Steine sein, für Reikja Priemuth, die das Grüne Klassenzimmer leitet, erzählen die zwischen 500 Kilo und mehrere Tonnen schweren Findlinge hingegen Geschichten. Und die wiederum gibt die studierte Geologin gerne weiter – zum Beispiel, wenn sie Kindergruppen im Grünen Klassenzimmer empfängt.

Dann werden die Findlinge gewissermaßen zu Botschaftern, was die Geschichte der Erde angeht. Vor Millionen Jahren im heutigen Skandinavien entstanden und mit der letzten Eiszeit über Gletscherbewegungen zu uns gelangt, geben die großen Gesteinsbrocken Auskunft über ihre Entstehung und Zusammensetzung: An großen Kristallen etwa kann Priemuth ablesen, dass das Magma langsam geflossen und abgekühlt ist, an der Farbe wiederum, aus welchen Mineralien der Stein besteht. »Feldspat, Quarz und Glimmer – das vergess‘ ich nimmer«, gibt Reikja Priemuth einen Merkspruch aus dem Studium wieder, mit dem sich merken lässt, was die Hauptbestandteile von Granit sind. Dazu gibt es nun mehrere Anschauungsobjekte am Eingang des Grünen Klassenzimmers, hinzu kommen Findlinge weiterer Gesteinsarten wie Pegmatit, Gneis oder Porphyr.

Zu verdanken ist dies vor allem Hans-Joachim Winzler, der in Germendorf eine Spedition mit Baustoffhandel betreibt, und Antje Schwabe von der Kultur-Boden-Handelsgesellschaft (KHG) in Falkenthal. Winzler hatte im Stadtmagazin über das Grüne Klassenzimmer gelesen – und über Reikja Priemuths Idee, dieses um einen Findlingsgarten zu erweitern. Von der Kiesgrube der KHG wiederum bezieht Winzlers Firma Material wie Sand und Kies. »Beim Abbau kullert immer mal ein Findling hervor«, berichtet Antje Schwabe. Als Hans-Joachim Winzler ihr vom Grünen Klassenzimmer erzählte, lud Schwabe Reikja Priemuth nach Falkenthal zur Kiesgrube ein. »Dort durfte ich mir mehrere Steine aussuchen«, erzählt Reikja Priemuth. Winzler organisierte dann den Transport nach Oranienburg, wo ein Bagger die dicken Brocken direkt am Eingang des Grünen Klassenzimmers ablud.

Dort liegen sie nun und erzählen von ihrer langen Reise – oder lassen Reikja Priemuth erzählen. Damit aber auch Schlosspark-Gäste unabhängig von Führungen etwas über Erdgeschichte lernen können, werden demnächst noch Infotafeln und Lupen an den Steinen angebracht. Das Grüne Klassenzimmer im Schlosspark ist damit um eine schwergewichtige Attraktion reicher.

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